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Liebe Joy, 

wie ich soeben hörte, bist Du gestern im Alter von nur 72 Jahren viel zu früh von uns gegangen. Wir sind bewegt und sehr traurig. Neben Deiner sehr vielseitigen Stimme (mit der Du ganz hervorragend umgehen konntest) verbunden mit einem sensationellen Feeling warst einer der aufrichtigsten und ehrlichsten Menschen, die ich (bereits 1971/1972) jemals persönlich kennenlernen durfte. Du hast Dich immer für die Armen und Schwachen und gegen Ungerechtigkeit eingesetzt. 

Ich wünsche Deinen vier Kindern, Deinem Bruder Otto und nicht zuletzt Deinem geliebten Bruno und dessen Bruder Pascal ganz viel Kraft und von ganzem Herzen alles Gute. Wir sehen uns bald wieder ...

 

 

Es war einmal ein Junge, der wagte im Alter von 15 Jahren die Aussage, dass es (fast) völlig egal ist, welchen Beruf man ergreift (solange es nicht gerade Rechtsanwalt oder Arzt ist), da es bis zum Tag, an dem er wohl mal in Rente gehen werde, es mehr oder weniger nur noch eine Einheitsrente geben wird. 

 

 

Die Zeit verging und nach Abschluss der Handelsschule stand er vor der unangenehmen und undankbaren Entscheidung, einen Beruf zu wählen, der sein Leben in den nächsten Jahren ganz entscheidend beeinflussen würde. Aufgrund des öfter zu hörenden Satzes "So lange Du Deine Füsse unter meinen Tisch stellst, tust Du, was ich will", (von dem es auch Varianten gab z.B. "So lange Du Deine Füsse unter meinen Tisch stellst, isst Du, was bei uns auf den Tisch kommt) war die pekunäre Seite das wichtigste Auswahlkriterium für den Teenager. Es kam also nur ein Beruf in Frage, bei dem es eine relativ hohe Ausbildungsvergütung gab; schnell war klar, das kann nur Bahn, Polizei oder Post sein; ohne Abitur war die Laufbahn vorgegeben: "mittlerer Dienst". In der Verwaltung würde er sich sicherlich recht wohl fühlen - regelmäßige Arbeitszeiten - freie Wochenenden - gute Aufstiegsmöglichkeiten.... dachte er. 

 

Also entschied er sich für die Post wie 409 weitere jugendliche Jungen und Mädchen mit Mittlerer Reife  in diesem Quartal im Großraum FT / DÜW / NW / KL auch. Nach ein paar Wochen gab es eine Einladung zu einem mehrtätigen Auswahlverfahren. Die Tests stellten für den jungen Mann keinerlei Problem dar und so war er tatsächlich unter den besten 12 Postassistenten-Anwärtern, die dann angenommen wurde und deren zweijährige Ausbildung begann. Schwerpunkt dieser Ausbildung war die rechtliche Seite bei allen Entscheidungen im Umgang mit den Postkunden. Im Laufe der Ausbildung zeichnete sich immer mehr ab, dass es wohl nichts mit dem vor der Einstellung ausdrücklich von dem Personalchef versprochenen Dienst in der Verwaltung werden würde, sondern vielmehr fast ausschließlich Schalterdienst zu absolvieren sein würde; doch der Junge hielt durch.

 

Die zweijährige Ausbildung war gerade ein paar Tage abgeschlossen, da erfolgte seine Abordnung von Grünstadt nach Ludwigshafen. Das war zwar sehr stressig, da er bereits um 7 Uhr früh in LU-Oggersheim (ca. 40 km einfache Wegstrecke) sein musste, aber finanziell war es nicht uninteressant; denn während der Abordnungszeit gab es Spesen, die den Fahraufwand bei weitem abdeckten. Doch es dauerte nur ca. 6-8 Wochen, dann wurde aus der Abordnung - wie befürchtet - eine Versetzung mit der Konsequenz, dass der neue Dienstort Ludwigshafen war, und damit die Spesen gänzlich entfielen. Es blieb ihm also nichts anderes übrig, als sich in Ludwigshafen eine bezahlbare Wohnung zu suchen. Mit etwas Glück bekam er aufgrund der Dringlichkeit eine schöne Postwohnung (3ZKB) direkt am Ebertpark (LU-Friesenheim) und nur wenige Meter Luftlinie von der Eberthalle entfernt, so dass er das ganze Drumherum bei den Konzerten sowie die extrem schwierige Parkplatzsitution immer mitbekam. Das ein oder andere Konzert konnte er auch besuchen (Shakin' Stevens, Sweet, Hollies, Moon Martin, etc.)

 

Wieso schon um 7 Uhr, der Schalter wird doch bei fast allen Postämtern erst um 8 Uhr geöffnet?

LU-Oggersheim war ein Postamt mit einigen Briefzustellern; denen waren nachzuweisende Briefsendungen zuzuschreiben und Zahlungsanweisungen (und das passende Geld) zwecks Auszahlung an Postkunden zuzuschreiben. 

 

Um 8 Uhr wurde dann das Postamt und somit auch der Schalter geöffnet. So nahm er denn Einzahlungen in bar entgegen (derzeit waren Überweisungen bei weitem noch nicht so verbreitet wie heute), versicherte Wertbriefe, nahm Päckchen und Pakete ins in und Ausland (seinerzeit gehörte postalisch auch die DDR noch dazu, was vor allem in der Vorweihnachtszeit zu einer Verdreifachung des Paketaufkommens führte), kontrollierte Zollinhaltserklärungen, stellte Guthaben auf Frankiermaschinen ein, nahm Zahlungsanweisungen entgegen, die dem Empfänger in bar ausgezahlt wurden, verkaufte nicht nur Briefmarken, sondern z.B. auch so genannte Rentenmarken - für freiwillige Einzahlungen in die Rentenversicherung. 

 

Doch nicht nur das: er beriet Kunden der Postbank, stellte Postsparbücher aus, trug Zinsen in Sparbüchern ein, nahm Einzahlungen aufs Sparbuch entgegen und zahlte Abhebungen aus, überprüfte Identitäten anhand von Ausweispapieren (bei ausländischen Mitbürgern teilweise sehr zeitintensiv), nahm am Schalter Telegramme entgegen (seinerzeit gab es weder Handy noch SMS - allein die Errechnung des korrekten Entgeltes war eine Wissenschaft für sich). 

 

Außerdem händigte er nach einer Feststellung der Abholberechtigung und der Identität des Abholers auch von dem Zusteller am Vortag benachrichtigte Briefsendungen, Päckchen und Pakete aus, er wog täglich hunderte Briefe (schwerer als Standard) ab und frankierte diese als Service für den Kunden - ach, und richtig ... er verkaufte auch Briefmarken. Besonders an den letzten und ersten Tages eines Monats zahlte er noch hunderten von Rentnern deren Rente aus, die damals noch bar über die Post ausbezahlt wurde, was natürlich nur funktioniert hat, wenn rechtzeitig vorher für ausreichendes Bargeld gesorgt wurde.

 

Zwischen 12 und 14 Uhr war dann Mittagspause - tatsächlich musste er aber auch den letzten Kunden, der vor 12 Uhr das Amt betreten hatte, noch bedienen; das waren an jedem Arbeitstag mindestens 10 bis 15 min; also 4-6 Stunden pro Monat, die nicht als Arbeitszeit zählten und damit auch nicht vergütet wurden. 

 

Aber nicht nur dass: mit den zwei Stunden "Freizeit" konnte man nicht wirklich etwas anfangen, sie verlängerten nur den ohnehin schon sehr langen Arbeitstag; die Schalter waren bis 18 Uhr geöffnet. Das gleiche Problem wie mittags; fast täglich waren bis ca. 18:10 / 18:15 Uhr Kunden im Postamt, die noch bedient werden wollten / mussten. Ärgerlich war, das es sehr oft die gleichen Kunden waren, denen immer wieder erst kurz vor Schluss einfiel, dass sie noch zur Post gehen wollten. Nun sind wir schon bei gut 10 Stunden unvergüteter Arbeitszeit pro Monat. 

 

Darüber hinaus war aber auch dann (mindestens 2 x pro Woche) noch kein Feierabend; denn es musste ein Kassenabschluss erstellt werden - von Spöttern oft als "Briefmarken zählen" verspottet - tatsächlich aber es war weit mehr als das, da auch Rentendienste und Divisengeschäfte, Telegramme, Bareinzahlungen, Postsparbücher, Brief- und Paketsendungen eine nicht unwesentliche Rolle spielten und da sämtliche über den Eisernen Bestand hinaus vorhandenen Barreserven über Nacht aus Sicherheitsgründen abzuführen waren. Da der Computer noch nicht erfunden war, mussten sämtliche Transaktionen in entsprechende Bücher und Listen eingetragen werden, um saubere Statistiken vorlegen zu können und ein korrektes Kassenbuch zu führen und den Schalter an einen Kollegen zu übergeben. 

 

Was ihn maßlos ärgerte war die Art der Berechnung von Kassenausfällen. Während die "Kollegen Banker" ihre Kassenausfälle danach berechnet bekamen, wie viel Geld sie tatsächlich in den Fingern hatten (Auszahlungen für sich und Einzahlungen für sich - beides addiert), wurden bei der Post nur für die Differenz beider Summen Kassenausfälle gewährt, was meist gerade einmal äußerst mikrige 30 DM pro Monat waren. 

 

Wer viel mit Bargeld umgeht, weiß, dass unerklärliche Fehlbetrag oder Mehrbeträge hin und da schon einmal vorkommen können; sie bedingen sich aber meist gegenseitig. Bei der Post war das so geregelt, dass Mehrbeträge zu dokumentieren waren und keinesfalls aus der Kasse genommen werden durften, während Fehlbeträge "unverzüglich" aus eigener Tasche in bar in die Kasse zu legen waren. Aufgrund dieser Tatsache konnte es dann in der Praxis schon mal vorkommen, dass durch den sofortigen Ausgleich des (vermeintlichen aber sofort auszugleichenden) Fehlbetrages ein Kollege bei seinen nächsten Abschluss an diesem Schalter ein entsprechendes Plus aufzuweisen hatte, das jedoch nach den Bestimmungen der Deutschen Bundespost hätte sofort wieder abgeführt werden müssen - eine zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit dem kleinen Beamten gegenüber - vor allem bei den äußerst geringen Kassenausfällen.

 

Außerdem macht der damals junge Beamte heute deutlich, dass er zwar für die meisten aber nicht für jeden seiner damaligen Kollegen und Kolleginnen die Hand ins Feuer legen würde. Während er damals bei den meisten seiner Kollegen nur den Vorrat an Münzrollen sowie das Bargeld in der Kasse genau kontrollierte, hätte er auch jeden einzelnen Ordner und jede einzelne Liste sowie deren Einträge des letzten Zeitraumes genau prüfen müssen - nicht nur auf manuelle Rechenfehler, sondern auch auf Korrektheit von Umrechnungen zum Tageskurs (z.B. bei Auslands-Postanweisungen - damals bei unseren ausländischen Gastarbeiten sehr beliebt zur Unterstützung derer in ihrer Heimat gebliebenen Eltern und Angehörigen). Da in den meisten Postämtern - vor allem von größeren Firmen - Briefmarken verschiedener Werte gleich bogenweise gekauft wurden, war es wichtig, darauf zu achten, dass die Bogen des jeweiligen Wertes oben rechts von 20 bis 1 (rückwärts) durchnumeriert waren, so dass man immer problemlos feststellen konnte, wieviele unangebrochene Bogen des jeweiligen Wertes noch vorhanden waren, ohne jedes Mal explicit zählen zu müssen.

 

Heute ist er der Meinung, dass für die Ursache des ein oder anderen Fehlbetrages möglicherweise der Grund sein könnte, dass ein Kollege in betrügerischer Absicht nicht - wie vorgesehen - jeweils den obersten Bogen verkauft hat, sondern einen Bogen von zwischendrin; was bedeutet, dass - zumindest bei einer oberflächlichen - Übernahme nicht aufgefallen wäre, wenn z.B. Blatt 18 gefehlt hätte. 

 

Wenn nun in der Zeit, in der der nächste Kollege für diesen Schalter zuständig war, so viel des betreffenden Briefmarkenwertes verkauft wurden, dass dann Blatt 16 oder 17 als oberstes Blatt verblieben wären, hätte dieser Kollege dann einen entsprechenden Minderbetrag "einfahren" müssen, die sich sein Vorgänger allem Anschein nach vorher verbotenerweise aus der Kasse genommen haben musste. Bedauerlicherweise wurde seinerzeit - mangels eines entsprechenden Verdachtes - nicht überprüft, ob seine Fehlbeträge immer dann aufgetreten sind, nachdem er von einem bestimmten Kollegen die Kasse übernommen hatte.   

 

 

Fortsetzung folgt ...

 

 

 

 

 


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